Besseres Meditieren durch Nährstoffe aus Vitaldrinks

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Motivation ist das A und O

Diese mit Zen verwandte Technik ist ein effizientes Training fürs Gehirn und harte Arbeit. Sie schafft eine Distanz zwischen Deinem inneren Dialog und dem Kern Deiner Persönlichkeit. Du brauchst jedoch eine ungemein gute Motivation, um diese Meditation zweimal täglich für eine halbe Stunde zu machen. Ich ging damals durch eine Scheidung und bereitete mich aufs Auswandern vor. Deshalb schaffte ich es tatsächlich, mich zwei Jahre lang jeden Tag auf mein Meditationskissen zurückzuziehen.

1994 kaufte ich mir in Delhi ein Motorrad und startete zu einer zweijährigen Tour durch Indien. Dabei hatte ich viele Erlebnisse, die mit Meditation zusammenhingen. Ich besuchte dreimal ein Kalachakra, eine Einweihung mit dem Dalai Lama. Außerdem traf ich mehrere Yogis, die mir wortlos wichtige Einsichten vermittelten.

Während über zwei Jahrzehnten in Indien lernte ich die verschiedensten Meditationstechniken kennen – von Mantra-Singen mit speziellen Handbewegungen bis zur Mer-Ka-Ba-Meditation, eine Kombination von Atemtechnik mit dem Visualisieren von Tetraedern.

Zwischendurch machte ich auch einen 10-tägigen Vipassana-Kurs in einem thailändischen Buddhistenkloster. Allerdings meditierte ich im Alltag nicht regelmäßig. Als Mutter schaffte ich es nicht, mich täglich hinzusetzen.

Coronakrise als Anstoß zur Meditation

Das änderte sich jetzt während der Coronakrise. Ich machte einen kostenlosen Kurs mit Dr. Joe Dispenza mit, den ein Schweizer Portal angeboten hatte. Seine Meditationen muten wie ein Gourmetmenü zu Diätkost an, verglichen zur einfachen Shambhala-Technik. Überhaupt haben sich die Meditationstechniken in den Jahren nach der Jahrtausendwende enorm weiterentwickelt.

Heute kombinieren geführte Meditationen ausgeklügelte Klänge mit einfachen Anweisungen, die ebenso wirksam sind wie die strengen Techniken von Zen & Co. Dabei hat sich meiner Ansicht nach auch der Fokus leicht verändert. Früher ging es bei Meditationstechniken in erster Linie um die Schärfung des Bewusstseins durch Atemtechniken oder Visualisieren. Das weit entfernte Ziel war die Erleuchtung, das Erlebnis von Nirvana. Gefühle kamen kaum zur Sprache.

Heute drehen sich viele Meditationen in erster Linie um Deine Emotionen. Anders ausgedrückt: Früher war Meditieren für mich harte Arbeit. Heute macht mich Meditieren glücklich. Seitdem ich wieder zweimal am Tag meditiere, fühle ich trotz dieser turbulenten Zeit meist zuversichtlich und ausgeglichen.

Was geschieht beim Meditieren im Gehirn?

Seit Tausenden von Jahren meditieren Menschen auf der ganzen Welt. Bereits in den indischen Veda, den heiligen Schriften der Hindus, werden verschiedene Techniken beschrieben. Swami Vivekananda machte die westliche Welt im 19. Jahrhundert mit Meditation und Yoga bekannt.

Die ersten wissenschaftlichen Studien über Meditieren stammen aus den 50er bis 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts (1). Gleichzeitig machte die Gehirnforschung starke Fortschritte (2). So entstand 1960 die International Brain Research Organisation. 1968 wurde die European Brain and Behaviour Society gegründet.

Mittlerweile haben Wissenschaftler weltweit zahlreiche Funktionsweisen unseres Gehirns entdeckt. Dennoch gibt es nach wie vor viel zu entdecken. Fest steht jedoch, dass sich Meditation auf jeden Fall positiv auf die Gehirnfunktionen auswirkt.

So wie Sport den Körper stärkt, fördert Meditation die Leistung Deiner Nervenzellen. Die Gehirnwellen verlangsamen sich dadurch. Statt Beta-Wellen dominieren Alpha-Wellen. Manchmal kommen auch extrem langsame Delta- und Theta-Wellen vor (3-4).

In einer 2018 veröffentlichten Studie stellen italienische Forscher fest, dass Meditieren vor allem die rechte Gehirnhälfte verändert (5). Zudem kann Meditation helfen, die Auswirkungen von Altern aufs Gehirn sowie die Symptome von neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer zu verringern (6-7). Auch bei Angststörungen und Depressionen wirkt sich Meditation positiv aus (8).

Eine Metastudie aus dem Jahr 2011 belegt, dass Achtsamkeitstraining die kognitiven Funktionen verbessert (9). Es hilft Dir außerdem, Stress in Schach zu halten (10). Auch das Immunsystem profitiert von Achtsamkeitstraining (11). Um diese positiven Wirkungen zu erfahren, musst Du kein erfahrener Experte sein. Meditieren bereichert auch das Leben von Anfängern auf vielfache Weise. Das zeigt eine japanische Studie, die 2019 veröffentlicht wurde (12).



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